Es wird wieder gegrillt: Fakten über die Grillsaison 2022

Jannis Dust
Ruth Rottwitt
Aline Vette
23. Juni 2022

epap Report untersucht die Vorlieben der Einkaufenden beim Grillen

Das Wetter ist gut, die Abende lang. Spaziert man abends durch die Straßen lässt es der leckere Duft von Frischgegrilltem nicht leugnen: die Grillsaison 2022 ist in vollem Gange. Auch die Prospekte und Angebote der Supermärkte, Discounter und Baumärkte widmen sich aktuell vor allem einem Thema: dem sommerlichen BBQ. Grills und Grillgut, Beilagen und Saucen, sommerliche Getränke und natürlich Bier haben Hochsaison.

Das Angebot an Grillgut ist so vielfältig, wie noch nie: neben den Grillklassikern finden sich immer mehr vegetarische und vegane Alternativen, ausgefallene Marinaden und kreative Saucen in den Märkten.

Der epap Grillreport untersucht die Grillvorlieben der Deutschen. An der mobilen Umfragen vom 16.-20.05.2022 nahmen 499 User*innen der epap App teil und beantworteten Fragen zu ihrem Grilleinkauf.

In diesem Report erfährst du:

  • Was auf dem Grill in diesem Jahr nicht fehlen darf
  • Was zum Gegrillten gegessen wird
  • Ob Fleisch immer noch die #1 auf dem Grill ist
  • Inwieweit Fettgehalt, Verpackungsmüll und Vielfalt den Grill-Einkauf beeinflussen
  • Welche Getränke es beim BBQ gibt
  • Wie viel Geld durchschnittlich pro Person für einen Grillabend ausgegeben wird

Die Grillsaison 2022 startet bereits im Frühjahr

Das gute Wetter im Frühling zeigt seinen Einfluss: Bereits im Mai hat fast die Hälfte der Befragten mehrfach gegrillt (48%). Gut ein weiteres Viertel hat immerhin schon einmal den Grill angeworfen (23%). Wer noch nicht gegrillt hat, hat es meist bereits geplant: ein Fünftel der Befragten (20%) kam noch nicht in den Genuss, hat es aber vor. Während 2% angeben, nicht gerne zu grillen, bleiben 7%, die ihren Start in die Grillsaison noch nicht geplant haben.

Fleisch und Gemüse sind die beliebtesten Grillgerichte

Trotz wachsender Beliebtheit der veganen oder vegetarischen Ernährung bleibt Fleisch die Nummer eins des Grillguts: 83% geben an, dass Fleisch auf dem Grill nicht fehlen darf. Platz zwei und drei belegen Gemüse (51%) und Grillkäse (40%). Etwa ein Fünftel der Teilnehmer*innen kann sich den Grillabend nicht ohne vegetarische oder vegane Fleischalternativen vorstellen (19%).

Ein Dessert vom Grill ist weitestgehend kein elementarer Bestandteil des Grillens: 3% grillen gerne Obst, 1% der Befragten Süßes wie Marshmallows.

Würstchen sind der Star der Griller*innen

Das Grillgut bleibt klassisch: Fleisch und Fleischalternativen kommen am liebsten als Würstchen auf den Grill (81%). Auch beliebt sind Steaks (73%) und Spieße (59%). Seltener werden Filets (37%) und andere Ausführungen (Fleisch oder Fleischalternativen) (15%) gegrillt.

Kein Grillen ohne Salat, Saucen und Brot

Was wäre Gegrilltes ohne die richtigen Beilagen? Fast immer kommen Salat (83%) und Saucen oder Dips (76%) auf den Tisch. Auch Brot darf für rund drei Viertel der Befragten nicht fehlen (72%). Dazu gibt es bei zwei Dritteln außerdem (Kräuter-)Butter (61%). Käse oder Käsealternativen gehören für 16% zum Grillen dazu.

Hybrid-Grillen: Fleisch, ja - aber nicht ausschließlich

Auch wenn Fleisch das beliebteste Grillgut bleibt, bevorzugt über die Mehrheit eine Kombination aus Fleisch und vegetarischen oder veganen Alternativen (52%). Rund 36% grillen ausschließlich Fleisch, 5% ausschließlich vegan.

Auswahlkriterien für Grillgut: das kommt auf den Grill

Preis vs. Tierwohl/Herkunft

Beim Kauf von Grillfleisch gibt über die Hälfte (55%) an, für Tierwohl und Herkunft des Fleisches einen höheren Preis in Kauf zu nehmen. Knapp zwei Fünftel (37%) achten bei der Auswahl stärker auf den Preis. Ein Zehntel der Befragten kauft nie Grillfleisch (10%).

Wie fettig darf es sein?

Der Fettgehalt der Grillspeisen spielt für den Großteil der Befragten keine entscheidende Rolle bei der Auswahl der Produkte. Auf der Likert-Skala zeigt sich eine Tendenz zur Mitte: 20% achten eher nicht auf den Fettgehalt, 22% eher schon. Summiert man die Aussagen zu einem Pol auf, achten 52% eher nicht auf den Fettgehalt. Für 19% spielt der Fettgehalt überhaupt keine Rolle bei der Kaufentscheidung. Maßgeblich entscheidend ist er für 8%.

Vielfalt auf dem Grill

Es soll nicht langweilig werden: 62% der Befragten geben an, großen Wert auf Vielfalt beim Grillen zu legen und bevorzugt mehrere verschiedene Produkte zu grillen.

Weg mit dem Verpackungsmüll

60% der Befragten achten nach eigenen Angaben darauf, möglichst wenig Verpackungsmüll beim Grillen zu produzieren - ein klares Indiz für Anbieter von Grillgut, die Verpackungen möglichst simpel zu halten. Nur für 7% spielt der Verpackungsmüll keine Rolle beim Grillen.

Marinade: selbstgemacht oder fertig gekauft?

Beim Grillen soll es schnell gehen: Etwas über die Hälfte der Befragten kauft am liebsten grillfertige, bereits marinierte Produkte (52%). 41% nehmen die Marinade hingegen lieber selbst in die Hand. 7% geben an, kein mariniertes Grillgut zu essen.

Der Drink zum Grillen

Zwei Getränke dürfen beim Grillen nicht fehlen: Wasser (70%) und Bier (69%). Ebenfalls beliebt sind Limonaden (51%) oder Soft Drinks (49%). Auch die nächstbeliebten Getränke zum Grillen sind alkoholfrei: Säfte kommen bei 34% der Befragten, Eistee bei 22% auf den Tisch. Ein Fünftel genehmigt sich beim Grillen auch gerne andere alkoholische Getränke außer Bier (20%).

Was kostet ein Grillabend pro Person?

Für 83% der Befragten kostet ein Grillabend pro Person weniger als 20 Euro. Ein Fünftel gibt an, weniger als zehn Euro pro Person auszugeben (20%). Am stärksten vertreten ist die Preisspanne von 10 bis 14,99 Euro (41%). Weitere 22% bezahlen durchschnittlich 15-19,99 pro Person. Bis zu 25 Euro lassen es sich 8% beim Grillen schmecken. Zwischen 25 und 30 Euro liegen 5% pro Person für einen Grillabend. Mehr als 30 Euro pro Kopf geben nur 4% aus.

Allen, die jetzt Lust auf einen Grillabend haben, wünschen wir guten Appetit und viel Spaß!

Über diesen Report

An der quantitativen Befragung in der epap App vom 16. bis 20.05.2022 nahmen 499 incentivierte Einkaufende teil. Die Teilnehmenden beantworteten 12 Fragen zu ihren Grillvorlieben und dem Einkauf für einen Grillabend.

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